Ruprechtsviertel

6 Van Swieten

 Das Haus Rotenturmstrasse 19  wird als Van Swieten-Hof, erbaut 1896, bezeichnet.  Im ersten Stock des Gebäudes weist eine Tafel auf eine “Witwen und Waisen-Societät des Wiener Medicinischen Doctoren-Collegiums” hin, welches 1758 gegründet wurde.

An der Fassade des Hauses  befindet sich unten abgebildetes Porträt:

Van Swieten Wandrelief

Gerard van Swieten

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Gerard van Swieten (geb. am 7.Mai 1700 in Leiden, gest. am 18.Juni 1772 in Schönbrunn (heute zu Wien) war ein österreichischer Mediziner niederländischer Herkunft.

Er war Schüler Herman Boerhaaves und wurde 1745 Leibarzt Maria Theresias. In dieser Position setzte er eine Umgestaltung des österreichischen Gesundheitswesens und der medizinischen Hochschulausbildung durch. Auf seine Initiative gehen die Einrichtung eines botanischen Gartens, eines chemischen Labors und die Einführung des klinischen Unterrichts zurück. Die Summe seiner Aktivitäten machten ihn zum Gründer der Älteren Wiener medizinischen Schule.

Neben seinen medizinischen Aktivitäten war van Swieten auch als Reformer aktiv. Vor allem das Zensurwesen wurde von ihm neu geordnet. So verdrängte er die Jesuiten, die bisher die Zensur durchführten und führte eine - nur teilweise erfolgreiche - Zentralisierung des Zensurwesens durch. Auch versuchte er, rationale und wissenschaftliche Aspekte für die Beurteilung der Bücher zu verwenden.

Gerard von Swieten war der Vater von Gottfried van Swieten, der vor allem als Gönner Wolfgang Amadeus Mozarts bekannt wurde.

Nach Gerard von Swieten ist eine Gattung der Mahagonigewächse benannt, die Swietenia.

 

Werke

  • Commentaria in Hermanni Boerhaave aphorismos de cognoscendis et curandis morbis (5 Teile, 1742-1772)
  • Constitutiones epidemicae (2 Bände, 1782 herausgegeben)