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Sie war die Tochter des Grafen Dubský, aus dem alten böhmisch-katholischen Adelsgeschlecht der Dubský von Trebomyslic. Mütterlicherseits wurde sie von ihrer Großmutter, väterlicherseits von ihrer Tante Helen, sowie von tschechischen Dienstmägden und von deutschen und französischen Gouvernanten geprägt. Folglich hatte sie das Glück, verschiedene Sprachen erlernt zu haben: Deutsch, Französisch und Tschechisch, wobei Französisch die Muttersprache war. Mit 18 Jahren heiratete sie ihren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach, Professor an der Ingenieur-Akademie in Wien, später wurde er Feldmarschallleutnant und Mitglied der Militärakademie Im Jahre 1856 zog Marie dauerhaft nach Wien, wo sie 1879 eine Uhrmacher-Ausbildung absolvierte, was für eine Frau damals ungewöhnlich war. Im Laufe der Zeit wandte sie sich ganz der Literatur zu. Während fast 20 Jahren schrieb sie Dramen und Romane. Mit Werken wie den „Aphorismen“ (1880) und den „Dorf- und Schlossgeschichten“ (darin befand sich ihre wohl bekannteste Novelle „Krambambuli”) gelang ihr schliesslich der endgültige Durchbruch. Sie konzentrierte sich schliesslich auf ihre erzählerischen Dichtungen, in denen man wichtige Elemente ihres sozialen Denkens und ihres politischen Bewusstseins finden kann. 1880 veröffentlichte sie ihre Erzählung „Lotti die Uhrmacherin“, 1887 erschien ihr Roman „Das Gemeindekind”, der bis heute eine grosse Bedeutung in der Literatur hat.
In der Erzählung „Lotti die Uhrmacherin“, welche autobiographische Züge trägt, läßt sie Lotti wohl ihre eigene innige Beziehung zu Wien beschreiben. Marie von Ebner Eschenbach wohnte damals im Haus “Zu den drei Raben” in der Rotenturmstraße 21:
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