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Dositej Obradovic (geb. um 1739 als Dimitrije in Cakovo (Banat), gest. 1811 in Belgrad) war ein serbischer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge und Volksaufklärer. Er gehörte zu den beachtenswertesten und einflussreichsten Persönlichkeiten des serbischen Volkes im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts.
Als junger Mann geht Dimitrije Obradovic ins Kloster Novo Hopovo, um Mönch zu werden. Er nimmt den Namen Dositej (Dositheus) an. Dort kommt er zu der Erkenntnis, dass das Leben im Kloster nicht die wahre Bestimmung ist, die er sucht, und er verläßt das Kloster nach drei Jahren. Er beginnt durch die Welt zu reisen und studiert an europäischen Universitäten. Als Lehrer bereist er Europa und Kleinasien. Drei Jahre lang studiert er in Griechenland Philosophie und lernt Griechisch. In Wien bleibt er sechs Jahre und studiert die deutsche Sprache und Kultur. Als Sprachlehrer lehrt er dann in der Vojvodina und in Moldawien. Später schreibt er sich in die Universität von Halle ein, um seine philosophischen Studien fortzusetzen. Erst dort legt er seine Mönchskutte für immer ab. Seine Studien setzt er in Leipzigfort. Hier beginnt er auch mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit. 1783 gibt er seine erstes Buch “Zivott i prikljucucenija” (dt. “Das Leben und der Anschluss”) heraus. 1811 wurde er der erste Bildungsminister Serbiens.
Dositej Obradovic brachte Wissen und Ideen unter das Volk und wollte es aufklären. Als einer der Ersten strebte er die Einheit der jugoslawischen Völker an, ungeachtet der religiösen Unterschiede. Er plädierte für den Gebrauch der Volkssprache in der Literatur, für die Befreiung der Frauen aus einer untertänigen Stellung.
Seine bedeutendsten Werke sind: “Das Leben und der Anschluss”, “Fabeln”, “Regierungen der gesunden Vernunft”.
Das serbische Parlament erklärte 2007 zum Jahr von Dositej Obradovic, da vor 200 Jahren Obradovic nach Serbien zurückkehrte.
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